Wat Arun Bangkok – Tempel der Morgenröte

Wat Arun – Highlight im Herzen Bangkoks

Der Wat Arun Tempel blickt auf eine mehr als 300 jährige Geschichte zurück. Wenn seine Mauern und Wände sprechen könnten, würde sie seinen Besuchern zu flüstern, wie das Leben der Könige, Kronprinzen sowie Mönche vor hunderten von Jahren ausgesehen hat. Wie die Auf- und Umbauarbeiten am Wat Arun mehrere Jahrzehnte dauerten sowie durch verschiedene Herrscher beeinflusst wurden. Wie seine einzigartige Verzierung seit jeher die Blicke seiner Betrachter in den Bann zieht.

Legendenumwoben
Um den  Wat Arun Tempel ranken sich zahlreiche Legenden und Sagen. Eine erzählt, dass damals nicht ausreichend Porzellan vorhanden war. Die Erbauer fürchteten das riesige Bauwerk nicht vollständig ausschmücken zu können. König Rama III appellierte an sein Volk, dass sie jedes Stückchen an Porzellan abliefern sollten. Dank der großen abgelieferten Menge konnte der Tempel, wie vorgesehen aufwendig verziert werden.

Im Zentrum des Wat Arun befindet sich der höchste Turm, der sogenannte Phra Prang. Erstellt den Kosmos aus Sicht der thailändischen Kosmologie dar. Als höchster Punkt symbolisiert er den Weltenberg, der aus der Mitte des Weltmeeres hervor ragt. Der Palast der Hindugottheit Indra steht auf der Bergspitze. Die vier kleineren Prangs stellen die vier Kontinente dar, die um den Berg herum liegen. Erfahren Sie auf Führungen mehr über Denk- und Lebensweisen einer andersartigen Welt.

Blumenmuster aus einer Million Einzelteilen

Im Herzen des Wat Arun Tempels steht der Phra Prang oder zentraler Prang genannt. Es ist ein mehr als 66 m hoher nach oben sich zuspitzender Turm. Der Aufstieg der steilen Treppen ist eine Herausforderung und ist die Anstrengung wert. Oben angelangt werden Sie mit einem wunderschönen Ausblick auf das Stadtbild von Bangkok und des Grand Palace belohnt. Die zu entdeckenden Elemente sind sehr vielfältig, sodass Besucher bei jedem Besuch des Tempels neue Details entdecken werden. Buddhistische Gottheiten sind überall zu finden. Der in alle Himmelsrichtungen blickende Windgott auf einem Pferd, befindet sich am Grundriss. Statuen von Kriegern und Dämonen zieren Treppenaufgänge und die vier Ebenen des zentralen Prangs. Die wichtigsten Station im Leben Buddhas sind an den vier Seiten des sogenannten Mondop abgebildet. Man sollte sich unbedingt viel Zeit für die zahlreichen Sehenswürdigkeiten nehmen, die einen beim Besuch erwarten. Wer sich hier auf eine Reise in Symbolik, Schönheit sowie Glauben einlässt, wird dies sicherlich nicht bereuen.

In Nischen warten mythologische Wesen, die weder ganz Mensch noch Tier sind. Kenner der buddhistischen Kultur werden sie als Kinnara- und Kinnari-Figuren wieder erkennen. Bewunderer des Schönen und Besonderen fühlen sich in eine andere Welt hineinversetzt. Das Mosaik aus buntem chinesischen Porzellan sowie Muscheln ist zurecht das Herzstück der Tempelanlage. Traditionstreu ist auf der Turmspitze die Waffe Indras aufgestellt. Sie ist mit einer goldenen Krone verziert, die ursprünglich für eine Buddhafigur gedacht war. Jedoch ordnete König Rama III an, dass diese Krone bei der Einweihung der vergrößerten Phra Prang als Spitze verwendet werden sollte.

Einblicke in den heiligsten Ort des Tempels

Östlich des Phra Prang liegen zwei Gebäude, sogenannte kleine Wihan sowie der kleine Ubosot. Sie sind über einen Torbogen verbunden. Für Besucher bildet er den Eingang zur Hauptattraktion der Tempelanlage. Ein Ubosot ist das heiligste Gebäude der Tempelanlage. Mönchen hielten hier in längst vergangenen Zeiten Ihre Rituale und buddhistischen Bräuche ab. Die königliche Couch aus Teakholz hat den Zahn der Zeit überstanden und ist zur Besichtigung frei gegeben.

Paare von bronzenen Elefanten säumen die Eingänge zum Innenhof. Skulpturen aus Kriegern, Weisen, Löwen sowie Edelfrauen begegnen einem auf dem Weg zum Ubosot. Die Ordinationshalle ist als heiligster Ort symmetrisch mitten im Innenhof erbaut worden. Das Dach ist mit Keramikkacheln in den Farben grün und orange gedeckt. Getragen wird es von weißen, achteckigen Säulen mit Lotus-Kapitellen. Man sollte diesen heiligsten Ort unbedingt auf sich wirken lassen. Nur so ist es möglich dessen geschichtliche, religiöse und gesellschaftliche Bedeutung wahrzunehmen. Im Wat Arun Tempel können Besucher die Wurzeln der Vergangenheit – einst führten Mönche, die zu Königen bestimmt waren in diesen heiligen Hallen buddhistische Zeremonien durch – entdecken, wie an ganz wenigen Stellen Bangkoks.

Gut zu wissen

Am westlichen Ufer des Chao Phraya Flusses, im Ortsteil Bangkok Yai / Thonburi befindet sich das Wahrzeichen von Bangkok. Der Wat Arun Tempel ist Symbol des buddhistischen Universums. Nach der indischen Gottheit der Morgenröte Aruna benannt, erleuchtet die Tempelanlage bei Sonnenuntergang oder in der Nacht in voller Pracht. Besucher aus aller Welt können gegen Abend erleben, wie die Tempelanlage von tausenden Lichtern angestrahlt wird und als vergoldeter Palast aus dem Stadtbild emporragt.
Den besten Blick über die gesamte Tempelanlage hat man vom gegenüberliegenden Ufer. Es ist zu empfehlen sich rechtzeitig zur Happy Hour in einer der Bars einzufinden um von dort den besten Ausblick auf den Fluss, die traditionellen Longtail-Booten und Dschunken zu genießen. Vor allem nach der Dämmerung sorgen die unzähligen Lichter der Stadt und die Beleuchtung der Tempelanlage für eine äußerst romantische Atmosphäre.

Zum Tempel gelangen Besucher über die Expressbottlinie am Tha Tien Pier nach Thonburi. Mit dem Wassertaxiist man binnen ein paar Minuten und für kleines Geld am Ufer der Tempelanlage. Alternativ ist es möglich über die Arun Amarin Road mit dem Auto oder Taxi anzureisen. Der Eintritt kostet mit 50 Bath lediglich ein Lächeln.

Beachtet werden sollten auf alle Fälle die herrschenden Kleidervorschriften.Kurze Röcke, Kleider oder Hosen sind bei Frauen nicht gestattet. Auch müssen unbedingt die Schultern bedeckt werden. Am Eingang werden  Schal oder Tuch verliehen.

Aktueller Hinweis zum Wat Arun Besuch:

Aufgrund von Renovierungsarbeiten, die bis ins Jahr 2016 andauern, kann der Wat Arun Tempel kurzfristig geschlossen sein. Da der Tempel leider über viele Jahre nicht renoviert wurde, sind die Arbeiten notwendig, um den Tempel zu erhalten.

Auf einen Blick:

Öffnungszeiten : Täglich von 08.00 h – 17.30 h
Eintritt : Der Eintritt kostet für Ausländer THB 50

Fähre: Die Überfahrt mit der Fähre zum Wat Arun Tempel kostet aktuell THB 3
Anreise : Nimm die BTS Silom Line bis zur Station Saphan Taksin (S6) and gehe durch den Ausgang Nr 2 zum Bootsanleger. Von dort nimmt man das Chao Phraya Expressboot bis zum Anleger Ta Tien Pier (Anleger Nr. 9). Von dort geht es mit einer Fähre auf die andere Seite des Fluss, direkt zum Tempel.

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