Phang Nga Bay auf den Spuren von James Bond

Besucher der Phang Nga Bay sind beim Anblick dieser weltweit sehr seltenen Meeresbucht Phang Nga Bay in Thailand in den ersten Momenten oft sprachlos. So formschön und malerisch fügt diese sich in die Landschaft ein und hinterlässt Bilder im Kopf, an die sich Urlauber auch Jahre später noch gerne erinnern.

Nur 1 Stunde von Khao Lak entfernt

Die Phang Nga Bay liegt etwa 50 Kilometer südöstlich von Khao Lak und umfasst insgesamt eine Ausdehnung von über 400 Quadratkilometern. Seit 1981 ist die Bucht als Marine-Naturschutzgebiet geschützt, zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird so in ihrer vollen Schönheit erhalten. Daher ist es Besuchern auch nur in Begleitung eines Führers gestattet, die Bucht zu betreten bzw. mit dem Boot zu befahren.

Phang Nga Bay – Eine Panoramabucht mit Seltenheitswert

Im Wesentlichen ist die Phang Nga Bay von Gebieten riesiger Mangrovenwälder durchzogen. Das Wasser davor wird durch viele kleine Inseln aus gewaltigen Felsmassiven geteilt, die zum Teil über 20 Meter in die Höhe ragen. Diese sogenannten Karstfelsen entwickelten sich in vielen 100 Millionen Jahren und sind durch die Auswirkungen von Ebbe und Flut von unzähligen Höhlen durchzogen. Besonders sehenswert sind beispielsweise auch die prähistorischen Steinbilder auf Khao Khian.

Tropische Pflanzen und exotische Tiere

Die Phang Nga Bay bietet eine beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt, die es auf einem von zahlreichen Ausflügen zu entdecken gilt. Allein die Mangrovenwäder bestehen aus 28 verschiedenen Mangrovenarten und trotzen dem Wind und dem salzigen Meerwasser. In den Wäldern leben seltene, teilweise vom Aussterben bedrohte Tierarten wie der Seeadler, der malaysische Kiebitz oder der asiatische Schlammläufer. Mitten auf den kargen Felsen haben sich einige Feigen- und Kakteenarten angesiedelt, denen die geringen, dort vorhandenen, Nährstoffe zum Überleben ausreichen. In den Wäldern fühlt sich auch eine der bekanntesten und beliebtesten Gibbonarten, der Weißhandgibbon, heimisch. Das Äffchen mit den, wie der Name schon sagt, weißen Händen, lebt in den Mangroven. Auch der Dugong, eine Art Seekuh, lebte bis vor ein paar Jahren in der Phang Nga Bay. In der letzten Zeit wurden aber keine Exemplare diese Art mehr hier gesichtet, weswegen das Dugong in der Gegend als ausgestorben gilt.

Eine fast royal-berühmte Insel

Berühmt wurde die Phang Nga Bay in den 1970er Jahren, als Roger Moore hier gastierte und den James Bond Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ drehte. Daher trägt eine der Inseln auch den Namen „James Bond Insel“. Geschaffen wurde der Name nach den Dreharbeiten zum Film von pfiffigen Tourismusanbietern, die diese Insel mit dem Namen weltweit bekannt machten. Doch diente die „James Bond Insel“ nicht nur in den 1970ern als Drehort für Roger Moore in seiner Rolle als James Bond. Auch Pierce Brosnan stand hier schon in der gleichen Rolle vor der Kamera. Weiterhin wurden Szenen aus „Hangover 2“ oder „AVATAR – Aufbruch nach Pandora“ in der malerischen Bucht gedreht. Seitdem entwickelt sich die „James Bond Insel“ zu einem sehr begehrten Ausflugsort für Touristen aus aller Welt und ist auch dementsprechend überlaufen.

Leben auf dem Meer

Mitten in der Phang Nga Bay lebt eine ethnische Minderheit, die sich ein Fischerdorf auf Stelzen errichtet hat. Etwa 1.500 bis 2.000 Menschen wohnen hier in Koh Panyee seit etwa 300 Jahren zusammen. Lebte man früher weitgehend rein vom Fischfang, hat sich dies heute gewandelt. Mit der Hochzeit des Tourismus verdienen die Dorfbewohner heute ihr Geld hauptsächlich mit Souvenirs und Restaurants auf der Insel. Viele Ausflugsboote lassen die Touristen zur Mittagszeit auf Koh Panyee rasten. Die ursprünglichen, traditionellen Inselbewohner haben sich bereit vor geraumer Zeit von Koh Panyee zurückgezogen und eine neues Dorf, tief verborgen in den Mangrovenwäldern, gegründet.

Entdeckung einer Welt vom Wasser aus

Von Phuket und von Khao Lak aus werden viele Touren in die Phang Nga Bay angeboten. Minibusse oder andere Transportgelegenheiten bringen die Urlauber in der Regel vom Hotel bis zur Bucht, in der sie inmitten der Mangrovenwälder auf ein Boot umsteigen. Besonders bezaubernd ist hierbei das kristallklare Wasser, das nur wenige Meter tief ist. Mit etwas Glück sind exotische Fische unter dem Boot zu erkennen, die im Sonnenlicht magisch leuchten. Die besten Fotos der James Bond Insel können direkt vom Wasser aus geschossen werden. Nur so lässt sich dieses imposante Felsmassiv in seiner vollen Größe auf dem Bild einfangen. Besonders spannend und auch etwas abenteuerlich ist es für die Besucher, das große Boot zu verlassen und auf ein Kanu umzusteigen. Da selbst in der Regenzeit die Wellen maximal einen Meter hoch werden, sind die Kanutouren auch weitgehend ungefährlich. Mit dem Kanu können die Abenteurer ganz nah an die von Schlingpflanzen bewachsenen Felsen heran paddeln, sowie versteckte Höhlen durchqueren und Grotten entdecken.

Geheimnisse lüften

Ein besonderer Geheimtipp ist die Insel Koh Hong. Nur wenige Touristen werden hierher geführt, denn die Insel lüftet ihr Geheimnis nur für kurze Zeit. Nur an 30 Minuten pro Tag ist es möglich, über einen versteckten Höhleneingang in die Insel hinein zu paddeln. Darin eröffnet sich eine atemberaubende Lagune, die weitgehend unberührt ist. Begrenzt von meterhohen Kalksteinwänden verbirgt sich hierin ein kleiner, romantischer Sandstrand im Bauch der Insel.

Die beste Reisezeit

Die beste Reisezeit, um sich von der Bucht beeindrucken zu lassen, sind die Monate Dezember bis März. Zwischen Mai und Oktober herrscht hier Regenzeit, in der die Sonne nur mit Glück an ein paar Stunden des Tages vom Himmel scheint.

Die beste Reisezeit

Die beste Reisezeit, um sich von der Bucht beeindrucken zu lassen, sind die Monate Dezember bis März. Zwischen Mai und Oktober herrscht hier Regenzeit, in der die Sonne nur mit Glück an ein paar Stunden des Tages vom Himmel scheint.

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