Der Borobudur Tempel – Weltkulturerbe auf Java

Der Borobudur Tempel ist sicherlich das größte Highlight jeder Java Reise. Die Insel liegt zwischen dem Indischen Ozean und dem Pazifik in Südostasien. Die riesige Anlage, die den Borobudur Tempel umgibt, befindet sich circa 25 Kilometer von der Großstadt Yogyakarta entfernt. Als Kultstätte wurde der Borobudur Tempel auf einem kleinen Hügel errichtet. Umgeben von einer Berglandschaft und gebettet in ein fruchtbares Tal liefert die prächtige Naturkulisse unvergessliche Eindrücke. In unmittelbarer Umgebung gibt es noch aktive Vulkane, die ebenfalls zu den beliebtesten Ausflugszielen der Java Reise gehören. Die beste Zeit für den Besuch der Sehenswürdigkeiten Java`s liegt genau zwischen April und Oktober, da hier die wesentliche Trockenperiode des Jahres ihren Einzug hält.

Der Borobudur Tempel und seine Geschichte

Die Besiedlung der tropischen Insel Java wurde auf das erste Jahrtausend n. Chr. datiert. Anhänger der buddhistischen und hinduistischen Glaubenskultur bauten mächtige Reiche. Ein Zeugnis der damaligen Zeit liefern die zahlreichen Sehenswürdigkeiten Java`s. Die längste Herrschaft erlangte der Kaiser Hayam Wuruk, der ab 1359 regierte. Schon damals profitierte der Landstrich von den Seewegen zu China. Prächtige bis in die Gegenwart erhaltene Anlagen, wie der Borobudur Tempel oder der Prambanan Tempel sind die Folge der wirtschaftlich günstigen Bedingungen. Die Besichtigung stellt einen wesentlichen Höhepunkt jeder Java Reise. Der Reichtum des Landes endete mit der Monarchie und dem Beginn der Kolonialzeit. Durch die Machtübernahme der Niederländer verändert sich auch die Kultur. Der Buddhismus verlor seine Bedeutung und der Islam wurde zur wesentlichen Religion. Der Borobudur Tempel geriet für lange Zeiten in Vergessenheit. Dadurch ist auch das genaue Datum der Erbauung bis heute unklar. So gibt es keine glaubwürdigen schriftlichen Quellen. Durch die ungefähre Übersetzung einer Inschrift wurde die Fertigstellung des Borobudur Tempel auf das Jahr 800 geschätzt. Zu jener Zeit war das gegenwärtig beliebteste Ausflugsziel unter den Sehenswürdigkeiten Java´s das Zentrum des kulturellen Glaubens. Die Bauweise ist bis heute eher unüblich und stellt ein typisches Zeugnis vergangener Zeiten. Der Borobudur Tempel erstreckt sich entlang eines Hügels und im Inneren befindet sich fester Granit. Die daraus resultierende Form einer Stufenpyramide lässt die Vermutung zu, dass die damaligen religiösen Zeremonien meist unter freiem Himmel in Umgang verrichtet wurden. Es scheint als sei die Spitze das Zentrum der Aktivitäten gewesen. Viele Gänge und Stufen an allen vier Seiten führen zu diesem Punkt. Aus alten Überlieferungen geht die Bezeichnung Stupa hervor. Zur Verehrung Buddhas diente dieser Ort zur Aufbewahrung der Reliquien, des kulturellen Führers. Das damalige Weltbild geht aus der besonderen Architektur hervor. Die Bauweise des Borobudur Tempel entspricht der buddhistischen Kosmogonie, die das Universum in drei Ebenen unterteilt. Die Basis ist ein Abbild des menschlichen Lebens. Durch die Abkehr von weltlichen Angelegenheiten kommt es zur Loslösung der körperlichen Form, bis schließlich an der Spitze die Erleuchtung erlangt wird. Den gesamten Weg nach oben zieren zahlreiche kleine Nischen mit Buddhastatuen, die mit steigender Höhe zunehmen. Von den damals über fünfhundert Denkmälern sind jedoch nur noch zweihundert in gutem Zustand. Sie unterscheiden sich nur in der Haltung der Hände. Diese Gestik hatte zu jener Zeit verschiedene Bedeutung. So bezeugen beispielsweise die kreisförmig gehobenen Finger, dass die Lehre mit reinem Herzen vergeben wird.

Der Borobudur Tempel erstrahlt im neuen Glanz

Der Borobudur Tempel ist unbestritten das beliebteste Ausflugsziel unter den Sehenswürdigkeiten Java`s. Die Anlage gilt als eine der größten buddhistischen Kultstätten in Südosteuropa. Das prächtige Zeugnis vergangener Zeiten erklärte die UNESCO 1991 sogar zum Weltkulturerbe. Erbaut wurde die Anlage während der monarchischen Herrschaft der Sailendra-Dynastie, die ihren wesentlichen Reichtum aus dem Export von Reis zog. Als sich die Machtverhältnisse änderten, geriet die Kultstätte in Vergessenheit und verschwand unter Asche und dem dichten Gestrüpp der Pflanzen. Mehr als ein Jahrhundert war der Borobudur Tempel das wesentliche Zentrum des Buddhismus. Die Vermutungen deuten auf einen Vulkanausbruch, der die ansässige Bevölkerung aus dieser Region vertrieb. Erst 1835 brachten die europäischen Besatzer eine der weltweit berühmtesten Sehenswürdigkeiten Java´s wieder ans Tageslicht. In jüngster Zeit wurde der Borobudur Tempel als touristische Einnahmequelle hergerichtet. Speziell die höheren Bereiche waren völlig zusammen gebrochen. Im Jahre 1548 erschütterte ein Erdbeben die Insel. Bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung um 1709 wurde die Region lediglich als Borobudur-Hügel beschrieben. Das umfangreiche Restaurierungsprogramm ermöglicht den Blick in vergangene Zeiten. Als einzigartiges religiöses Denkmal stellt die Anlage eine wichtige Informationsquelle zum damaligen Leben der Menschen. Die wiederhergestellten Monumente bezeugen den höfischen und landwirtschaftlichen Alltag. Ein Teil des benötigten Kapitals brachte die relativ arme Republik Indonesien selbst auf. Der Restbetrag wurde von der UNESCO gespendet. Die Arbeiten dauerten von 1973 bis 1984 und stellten das architektonische Meisterwerk wieder her. Heute erstrahlt die Tempelanlage in ihrem alten Glanz. Auf einer Basis von 123 Meter Länge türmen sich neun imposante Stockwerke. Auch die Umgebung zählt zu den beachtenswerten Sehenswürdigkeiten Java`s. Das fruchtbare Tal mit seinem sanften Hügel bietet eine einzigartige Naturkulisse. Das sich auf dem Komplex befindliche archäologische Museum beherbergt die bei den Bauarbeiten ausgetauschten Steine im Original und bieten attraktive Führungen an. Eine Java Reise garantiert solch unvergessliche Eindrücke.

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